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Für Senioren ungeeignet: dies befanden die Sektionspräsidenten des Schweizerischen Verbandes für Seniorenfragen (SVS) nach Anhörung von Mitinitiant Andreas Kleeb und des Radiomannes Kaspar Selg. Mit klarer Mehrheit empfiehlt der SVS den Seniorinnen und Senioren , die No Billag-Initiative am 4. März abzulehnen.

Ausschlaggebend für den Entscheid waren praktische Fragen: wie sollen nach einer Annahme die einzelnen Sendungen abonniert werden können? Und welche Sendungen gibt es noch zu abonnieren, wenn der SRG zwei Drittel ihrer Einnahmen gestrichen werden? Ein Unternehmen, das einen derartigen Aderlass hinnehmen muss, ist nicht mehr überlebensfähig. Ausserdem sind auch zahlreiche lokale Radio- und Fernsehstationen stark gefährdet, wenn sie keine Gelder mehr aus dem Gebührentopf erhalten. Das Modell des Gewerbeverbands vermag hier auch nicht zu überzeugen: die allenfalls vom Staat aufzubringenden Mittel müssten jedes Jahr in der Budgetdebatte des Parlaments bewilligt werden – was zu langen Debatten über einzelne Sendungen führen würde - keine Aufgabe für ein Parlament. Bedenklich stimmte auch die Tatsache, dass ein Bezahlfernsehen höchstens in der deutschsprachigen Schweiz denkbar wäre – die Romandie und das Tessin hätten nur noch ausländische Programme.

Der SVS, der rund 40'000 organisierte Seniorinnen und Senioren vertritt, empfiehlt deshalb den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, die No Billag – Initiative abzulehnen.